Konzept

Im Lied „Rauch Licht und Raufaser“ von der Band AB Syndrom wird innerhalb eines Hausparty-Szenarios eine Monotonie beschrieben und die zunehmende Unzufriedenheit mit dieser Situation des „Nicht-vorankommens“. Die Textzeilen aus der Strophe sind assoziative Bilder die um dieses Thema schwirren – das „auf der Stelle treten“. Der Refrain bündelt den Zustand in aller Knappheit „Und wir drehen uns hier im Kreis Kreis Kreis, Ich weiß. Und ich steh hier im kalten Schweiß Schweiß Schweiß, Ich weiß.“
Der Interaktionsmechanismus in diesem Musikvideo greift das Thema „Sich im Kreis drehen“ auf.

Die Strophen-Zeilen des Songs werden in einzelnen Mikro-Loops neu interpretiert, die solange wiederholt werden, bis die User interagieren. Diese Videos sind so gefilmt, dass man sie mit nahtlosen Übergängen in Dauerschleife abspielen kann. Der übergeordnete “Transitloop” ist eine Plansequenz, die durch unterschiedliche Bereiche verschiedene Mikroloops anteasert. Während dieser Plansequenz hören die Benutzer den Refrain. Durch das Aussteigen aus dem Transitloop an verschiedenen Punkten können verschiedene Teile der Strophe erkundet werden.

“Du warst auch mal da zwischen Rauch, Licht und Raufaser”

Dokumentation

Konzeption

Die grundlegende Idee zu "Rauch, Licht & Raufaser" war schnell gefunden. Allerdings stellte sich bei der Erstellung des Konzeptes heraus, dass es viele Details zu beachten gibt. Im Versuch mit verschiedenen Dummy-Videos zeigte sich, dass das Musikvideo eine sehr einfache Struktur benötigt, damit der User sich intuitiv im Video bewegen kann.
Zudem musste der Song in seine Einzelteile zerlegt und für das interaktive Video neu strukturiert und abgemischt werden.

Vorproduktion

In den unmittelbaren Drehvorbereitungen wurde parallel am Videolook und der Auflösung der einzelnen Szenen, sowie an der Suche einer geeigneten Location gearbeitet, die auf Grund der zentralen Plansequenz ausreichend groß dimensioniert sein musste. Desweiteren mussten für das Szenenbild zahlreiche Requisiten gekauft oder geliehen werden, Kostüme angefertigt und zusammengestellt und ein Vielzahl organisatorischer Belange geklärt werden.
Kurz vor dem angesetzten Drehbeginn bestätigte uns das KAOS in Berlin-Schöneweide den Dreh in ihrer großen Halle und Cine Mobil unterstützte uns mit umfangreichem Kamera-, Licht- und Bühnenquipment.

Dreharbeiten

Durch den hohen Einsatz zahlreicher Freunde, Kommilitonen und freiwilliger Helfer konnten innerhalb von vier Tagen die Szenen zu "Rauch, Licht & Raufaser" gedreht werden.
Neben den aufwendigen Plansequenzen, war dabei die "Party-Flur-Szene" das Highlight der Dreharbeiten. In der Szene mussten 14 Darsteller und ein Dolly innerhalb eines engen Flures koordiniert werden. Nach zahlreichen überfahren Füßen funktionierte im letzten möglichen Take alles perfekt.

Postproduktion

Nach dem Dreh stand die umfangreiche Nachbearbeitung des Materials an. In After Effects und Premiere wurden die Clips mit Hilfe von Keying, Compositing und Time-Stretching so manipuliert, dass sich die Loops sich ohne Sprünge wiederholen. Im Anschluss wurden in der Farbkorrektur der finalen Look der Szenen kreiert. Parallel dazu wurde der Prototyp der Video-Website programmiert und getestet und anschließend gestyled.