Konzept

Durch unterbewusste Entscheidungen navigieren die Nutzer durch eine Reihe von Splitscreenkompositionen. Sie legen einen Weg zurück, der immer anders sein kann und eine Vielzahl von Geschichten generieren kann. Während die Nutzer mehrere Videos sehen (meist zwei oder drei), die in einer Komposition angeordnet sind, hören sie den Auszug eines Songtextes. Beim Hovern mit der Maus über den verschiedenen Videos aus der Komposition blenden sich jeweils verschiedene Klangkulissen ein, die den Text untermalen.

Je nach Interesse der Nutzer wird so die nachfolgende Splitscreen-Komposition bestimmt. Anfang und Ende des interaktiven Videos sind bei allen Nutzern gleich. Allerdings wird der finalen Sequenz immer eine andere Bedeutung beigemessen, je nachdem welche Erfahrungen durch den “Assoziativen Raum” zwischen erster und letzter Sequenz gemacht wurden. Das Projekt bedient sich des Kuleshov-Effekts – Das Wesen dieses Films liegt in der Verkettung der Fragmente, nicht innerhalb der einzelnen Fragmente.

"Ich wurde geboren in einem Fluss
Und seitdem treibe ich dahin
Durch dieses Leben das mich lieben will
Egal was ich auch bin
Und also existiere ich und atme und finde
Das war gar kein schlechter Anfang"

Dokumentation

Um dieses Konzept soweit wie möglich umsetzen zu können, griffen wir hauptsächlich auf Szenen aus unseren privaten Video-Archiven zurück. Einige essentielle Videos drehten wir allerdings noch mit einem kleinen Team in kurzer Zeit.

Bei diesem Konzept war vor allem die Erstellung einer schlüssigen Videomap sehr anspruchsvoll. Es musste gewährleistet sein, dass die verschiedenen einzelnen Videos einerseits abstrakt genug sind, um in verschiedene Geschichten sinnvoll integriert werden zu können. Andererseits mussten sie eindeutig genug sein, um Geschichten erzählen zu können, die in ihren Abläufen greifbare Unterschiede aufweisen.

In unseren erstellten Videos haben wir einen möglichen Pfad durch unsere Videomap aufgezeigt. Die Tonproduktion haben wir komplett selber vorgenommen, um eine weitere Möglichkeit zu haben, die Videos in die verschiedenen Stimmungen tauchen zu können.